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Ist das Immunsystem erst einmal durch eine chronische Chlamydien-Infektion geschwächt, können sich Pilze im Körper sehr gut vermehren.
Die Antibiotikumeinnahme gegen die Chlamydien begünstigt die Vermehrung von Pilzen. Dem ist mit guter Ernährung und Homöopathie von Anfang an entgegen zu wirken. (siehe Antibiotikum im Wikipedia)
Wissenschaftler der Canalejo University Hospitalt in La Coruna (Spanien) stellten fest, dass Männer mit Chlamydien trachomatis in der Zeugungsfähigkeit geschwächt werden können.
Alle Chlamydien-Infektionen können mit einer Antibiotikum-Therapie behandelt und geheilt werden. Die Dosierung und Dauer ist von der Infektionsart und den verwendeten Antibiotika abhängig. (Die verschiedenen Behandlungsmethoden und deren Erfolge werden unter der Rubrik "Erfahrungen" gesammelt und demnächst veröffentlicht.)
Inhaltsverzeichnis
Chlamydia trachomatis | Chlamydia pneumoniae | Chlamydophila psittaci | Meldepflicht
Das parasitäre Bakterium Chlamydia trachomatis nistet sich in den Zellen von Schleimhäuten im Augen-, Atemwegs- oder Genitalbereich ein und zählt zu den kleinsten Bakterien überhaupt. Der Durchmesser beträgt ein halber Millionstel Meter.
Die Chlamydien trachomatis werden in verschiedenen Typen (Serotypen) unterteilt. Zu folgenden Gruppen gibt es Informationen, die auf dieser Seite beschrieben werden.
Die Serotypen D bis K ...
sind in den Industrieländern die am häufigsten sexuell übertragenen Erreger. Eine unbehandelte Infektion mit Chlamydia trachomatis dieser Serotypen kann zur Unfruchtbarkeit als auch zur Zeugungsunfähigkeit führen.
Spätschäden wie Harnröhrenverengung oder Verklebung der Eileiter (Tuben-/Eileiterverschluss) sind nicht rückgängig zu machen. Die Anzahl der von den Bakterien beschädigten Spermien nimmt nach einer Antibiotikatherapie ab und ermöglicht somit wahrscheinlich eine höhere Zeugungsfähigkeit.
Mindestens 20% aller Fälle von Unfruchtbarkeit werden in den Industrieländern auf eine verschleppte Chlamydien trachomatis-Infektion zurückgeführt. Bei Unfruchtbarkeit durch Eileiterverschluss sind zu 90% Chlamydienursächlich.
Frühgeburten, Bauchhöhlenschwangerschaften sowie chronische Unterleibsschmerzen können durch Chlamydia trachomatis Serotypen D bis K ausgelöst werden. Ebenso können Erkrankungen bei Neugeborenen ausgelöst werden, die sich bei der Geburt mit Chlamydien infiziert haben.
Die Chlamydia trachomatis ist von der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) offiziell unter den gängigsten Geschlechtskrankheiten mit AIDS, Tripper (Gonorrhöe) und Syphilis (Lues) geführt.
Diese Serotypen D bis K verursachen hierzulande in einigen Fällen auch eine akute Bindehautentzündung (die sog. Schwimmbadkonjunktivitis), Schleimhautentzündung der Harnröhre (Urethritis) und Gebärmutterhalsentzündung (Zervizitis).
Diese Bindehautentzündung ist nicht zu verwechseln mit dem Trachom (Subtypen A,B und C)!
Chlamydia trachomatis Serotypen D bis K | Übertragung | Symptome
Die Serotypen A, B und C ...
führt zur bakteriellen Entzündung des Auges, dem Trachom (eine Bindehaut-Hornhaut-Erkrankung). Diese Infektion kommt nur sehr selten in den Industriestaaten vor. In den tropischen (Entwicklungs-)Ländern mit mangelnden hygienischen Verhältnissen ist das die häufigste Augenerkrankung, die zudem mit Erblindung enden kann.
Von den ca. 500 Millionen an dem Trachom erkrankten Menschen sind ungefähr sechs Millionen erblindet.
Chlamydia trachomatis Serotypen A bis C | Übertragung | Symptome
Die Serotypen L1, L2 und L3 ...
können die Lymphogranuloma venereum verursachen. Das Lymphogranuloma ist eine seltene Geschlechtskrankheit, die vorwiegend in den Tropen vorkommt.
Chlamydia trachomatis Serotypen L1 bis L3 | Übertragung | Symptome
Die Chlamydia trachomatis sind längst nicht so verbreitet, wie die Chlamydia pneumoniae. Die Zahl der infizierten Personen mit Chlamydia pneumoniae wird auf bis zu 70% geschätzt.
Die jährliche Neuinfektionen mit Chlamydia pneumoniae beträgt 1-2% der Bevölkerung. Das sind alleine in Deutschland ca. 1,5-3 Millionen Neuinfektionen pro Jahr. Davon verlaufen 70-90% dieser Infektionen ohne besondere Erkrankungserscheinung, also asymptomatisch bis symptomlos, was sowohl zu einem chronischen Verlauf führt als auch die Verbreitung der Chlamydia pneumoniae begünstigt.
Im Laufe des Lebens kommt es zu zahlreichen Reinfektionen. Nach dem 70. Lebensjahr weisen 80-100% der Männer und 70-80% der Frauen Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae auf. Das bedeutet, dass fast jeder Mensch mindestens einmal im Leben eine Chlamydia pneumoniae-Infektion durchmacht.
Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen einer akuten Infektion zur einer zurückliegenden Infektion. Die Anzahl der Infizierten, die eine akute Chlamydia pneumoniae-Infektion haben, liegt bei ca. 11%.
Eine Chlamydia pneumoniae-Infektion im Kindesalter kann hypothetisch zu einer chronisch anhaltenden Infektion führen, die eine Ablagerung an Gefäßwänden (in Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren) begünstigt. Daraus können sich periphere Durchblutungsstörungen, Verengung der der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt oder Schlaganfall entwickeln.
Der Zusammenhang von Chlamydia pneumoniae und Arteriosklerose (Arterienverkalkung) wird aufgrund von neusten Studienergebnissen kritisch gesehen. Chlamydien führen vermutlich zu Entzündungen, die den Prozess der Gefäßschädigung verstärken.
Chlamydia pneumoniae | Übertragung | Symptome
Chlamydophila psittaci (Chlamydia psittaci) auch als Papageienkrankheit bekannt, ist wie die anderen Chlaymdien-Arten ein Bakterium, das sich nur intrazellulär, also innerhalb der Zellen eines Wirts, vermehren kann. Allerdings kann C. psittaci über Wochen außerhalb eines Wirtsorganismus infektiös bleiben.
Da die eigentlichen Wirte von C. psittaci Vögel (insbesondere Papageien) sind, infizieren sich hauptsächlich Ziervogelhalter oder -züchter mit dem Krankheitserreger. Für diese Gruppe als auch für die Beschäftigten in Geflügelbetrieben ist die Infektion mit C. psittaci als Berufskrankheit anerkannt.
Chlamydophila psittaci | Übertragung | Symptome
Weder die Infektion mit Chlamydia trachomatis noch die Infektion mit Chlamydia pneumoniae ist meldepflichtig.
Die Infektion mit Chlamydophila psittaci als auch die Infektion mit Lymphogranuloma venereum ist meldepflichtig.